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Arzneimittelvertrag

 

Ärztliche Versorgung in Deutschland

Entwicklung der Arztzahlen

Auch 2008 ist die Zahl der Ärzte in Deutschland weiter gestiegen. Ende des Jahres waren 319.697 Ärztinnen und Ärzte berufstätig. Die Wachstumsrate legte auf 1,5 Prozent von 1,2 Prozent im Jahr davor zu.

Bei der Zahl der ambulant tätigen Ärzte verlangsamte sich der Zuwachs 2008 im Jahresvergleich auf ein Plus von 0,6  Prozent auf 138.330, nachdem 2007 im Vergleich zum Vorjahr noch eine Zunahme um 1,1 Prozent auf 137.538 verzeichnet worden war. Dies geht aus einer aktuellen Statistik der Bundesärztekammer (BÄK) hervor. 2008 arbeiteten mit 153.799 Ärztinnen und Ärzten 2,1 Prozent mehr Mediziner als im Vorjahr im stationären Bereich, nachdem die Zunahme im Jahr davor bei 1,6 Prozent auf 150.644 Medizinern gelegen hatte. Für andere Bereiche arbeiteten 27.568 (Ende 2007 -  26.730) Ärztinnen und Ärzte. Dies entspricht einem Plus von 3,1 Prozent, nach einem Rückgang von 0,3 Prozent im Jahr 2007. Der Anteil der in Behörden und Körperschaften tätigen Ärztinnen und Ärzte lag mit 8,6 Prozent leicht über dem Vorjahresniveau von 8,5 Prozent. 101.989 Mediziner werden in der Statistik der Ärztekammern "ohne ärztliche Tätigkeit" geführt, das sind 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Arbeitslos gemeldet waren bei der Bundesagentur 2.848 (Vorjahr - 3.688 ) Mediziner.

 

Mehr Ärztinnen

Die Zahl der Ärztinnen ist 2008 weiter gestiegen. Sie nahm um 3,6 Prozent auf 132.613 von 128.009 im Jahr davor zu. Im Krankenhaus ist der Anteil der Ärztinnen 2008 weiter angestiegen, von  41,3 Prozent 2007 auf 42,5 Prozent.

In der Altersstruktur der Ärzte spiegelt sich die demografische Entwicklung: Der Anteil der unter 35-jährigen berufstätigen Ärzte lag Ende 2008 bei 16,4 Prozent nach 16,0 Prozent im Vorjahr. In den Krankenhäusern hat sich die Altersstruktur der Statistik zufolge leicht verbessert. Der Anteil der Krankenhausärztinnen und -ärzte, die jünger als 35 Jahre sind, stieg auf 31,3 Prozent von 30,7 Prozent im Jahr davor. Gleichzeitig verharrte der Anteil der über 59-Jährigen bei 4,6 Prozent. Das Durchschnittsalter der Krankenhausmediziner stieg 2008 weiter auf 41,06 Jahre von 41,02 Jahren 2007 an. 

 

Mehr ausländische Ärzte

Die Zahl der in der Bundesrepublik arbeitenden ausländischen Mediziner stieg 2008 um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 21.784. Die meisten Neuzugänge kamen mit 15.724 (plus 7,5 Prozent) aus Europa, allein aus der EU waren es 10.984 (plus 9,1 Prozent). Die meisten der ausländischen Mediziner kamen aus Österreich, gefolgt von Griechenland, Russland und der ehemaligen Sowjetunion sowie Polen. Insgesamt 3.065 (Vorjahr 2.439) zuvor in Deutschland tätige Mediziner sind nach den vorliegenden Angaben 2008 ins Ausland gegangen, davon waren 67 (Vorjahr 77) Prozent Deutsche. Die beliebtesten Abwanderungsziele waren die Schweiz (729), Österreich (237), die USA (168) und Großbritannien (95).

 

Die Ärztestatistik zum 31. Dezember 2008:

  • Gesamtzahl (einschl. Rentner): 421.686
  • Berufstätig: 319.697
  • Stationär tätig: 153.799
  • Ambulant tätig: 138.330
  • Ärzte bei Behörden, Körperschaften und sonstigen Arbeitgebern: 27.568
  • Ausländische Ärzte: 21.784

(Quelle: Bundesärztekammer)

Fachinformationen der AOK für ambulant tätige Ärzte

Fachinformationen der AOK fürs Krankenhaus