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Arzneimittelvertrag

 

Arzneimittel

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel gehören zu jenen Kostenbereichen mit den höchsten Steigerungsraten. Inzwischen geben die Kassen für Medikamente und Impfstoffe mehr aus als für die Vergütung der Vertragsärzte. Die Politik versucht seit etwa 20 Jahren immer wieder, die Ausgabensteigerung zu bremsen - mit unterschiedlichem Erfolg (weitere Infos: Geschichte der Reformen).

Im Zeitraum von Januar bis Juli 2009 stiegen die Arzneimittelausgaben um 5,1 Prozent, während die Impfstoffausgaben im gleichen Zeitraum um etwa 22,5 Prozent gefallen sind. Damit liegt die Ausgabenentwicklung der ersten sieben Monate innerhalb der Rahmenvorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Spitzenverbände der Krankenkassen, die für 2009 mit einem Wachstum der GKV-Arzneimittelausgaben von 6,6 Prozent rechnen.

2008 haben die Kassen nach Angaben des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) 26,797 Milliarden Euro für Arzneimittel und Impfstoffe ausgegeben.

Die monatliche Übersicht zur bundesweiten und regionale Entwicklung der Arzneimittelausgaben finden Sie im Gesundheitspartner-Portal der AOK.

Effekte der individuell zwischen Kassen und einzelnen Herstellern vereinbarten Rabatte für bestimmte Arzneimittel sind nicht berücksichtigt. Diese Zahlen liegen nur den einzelnen Krankenkassen vor.

 

 

Arzneimittel ohne Zuzahlung

Seit Juli 2006 brauchen Patienten für bestimmte rezeptpflichtige Arzneimittel nichts zuzuzahlen, wenn die Hersteller eine bestimmte Preisgrenze einhalten. Der Preis muss mindestens 30 Prozent unter dem Festbetrag liegen, den die gesetzlichen Krankenkassen für das Arzneimittel erstatten. Die Liste der betreffenden Medikamente wird von den Krankenkassen zusammengestellt und alle 14 Tage aktualisiert.

Mehr Informationen und die aktuellen Arzneimittel-Listen

 

 

Apotheken und Apotheker

Die Zahl der öffentlichen Apotheken in Deutschland ist 2008 erneut gestiegen, und zwar auf 21.602 von 21.570 im Jahr davor. Zuwachs gab es vor allem bei Filialapotheken, deren Zahl deutlich auf 2.851 von 2.365 zulegte, geht aus Statistiken der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hervor. Die Beschäftigtenzahl in den Apotheken stieg demnach auf 145.480 von 143.585 Im Jahr 2007. Die Apotheker (48.030 nach 47.766) stellten zusammen mit den Pharmazeutisch-Technischen Assistenten (51.907 nach 49.874) etwa zwei Drittel der Arbeitsplätze. Die Mehrheit der Apotheker ist weiblich. Der Frauenanteil legte auf 68,5 Prozent 2008 von 66,6 Prozent im Vorjahr zu. 

In Krankenhausapotheken arbeiteten 2008 insgesamt 1.874 (Vorjahr 1.762) Apotheker, weitere 7.449 (7.191) Apotheker waren in der Industrie, der Verwaltung, in der Wissenschaft und in Fachorganisationen beschäftigt. Somit gingen Ende 2008 insgesamt 57.353 (56.719) Apotheker ihrem Beruf nach. 

 

Fachinformationen der AOK für Vertragspartner zum Thema Arzneimittel:

www.aok-gesundheitspartner.de