Rosenthaler Gespräche
"Qualität sucht Hausarzt - Wege guter hausärztlicher Versorgung" - unter diesem Thema standen die "Rosenthaler Gespräche" am 25. Mai 2011 im AOK-Bundesverband in Berlin. Zur Veranstaltung
Geschichte der Selbstverwaltung
1881: Reichskanzler Otto von Bismarck verliest im Reichstag die "Kaiserliche Botschaft" – die Geburtsurkunde der gesetzlichen Krankenversicherung.
1883: Das Gesetz über die Krankenversicherung der Arbeiter wird verabschiedet und tritt im Dezember 1884 in Kraft - die Geburtsstunde der AOK. Arbeitnehmer und Arbeitgeber bestimmen in der so genannten Generalversammlung aktiv mit.
1911: Der Gesetzgeber erlässt die Reichversicherungsordnung - bis in die 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts hinein das Grundgesetz der Krankenversicherung. Die AOK ist schon damals mit sieben Millionen Mitgliedern die größte Kassenart.
1933: Gleichschaltung der Krankenkassen-Selbstverwaltung durch die Nationalsozialisten. Staatliche Kommissare haben das Sagen.
1949: Arbeitgeber und Gewerkschaften arbeiten beim Wiederaufbau nach dem Krieg als Sozialpartner eng zusammen. Bundeskanzler Konrad Adenauer hält im Bundestag ein Plädoyer für die Selbstverwaltung der Krankenkassen.
1953: Die ersten Sozialwahlen in der noch jungen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland finden statt. Bis heute ist insgesamt zehn Mal gewählt worden, in der Regel alle sechs Jahre.
1996: Der Gesetzgeber reformiert die Selbstverwaltung der Krankenkassen. Die früheren ehrenamtlichen Gremien - Vorstand und Vertreterversammlung - werden durch den Verwaltungsrat ersetzt. Dieser aus Versicherten und Arbeitgebern bestehende ehrenamtliche Verwaltungsrat wählt alle sechs Jahre einen hauptamtlichen Vorstand.





